Bologneser Pflege
Pflege
Den Begriff der Pflege sollte man keinesfalls zu eng auffassen oder gar nur die Pflege des Haarkleides darunter verstehen. Zur Pflege gehören die richtige Ernährung und das pünktliche Reichen des Futters, die Bewegung des Hundes, das Sauberhaltens seiner Schlafstätte, die Haarpflege, sowie die Augen-, Ohren- und Krallenpflege. Die Bologneser werden zur Pflege auf einen Tisch mit einer nicht zu glatten Unterlage gestellt. Die Pflege auf dem Tisch ist eine gute Vorbereitung für die Rassehundeausstellung, da die kleinen Rassen auf einem Tisch beurteilt werden. Auch das Zeigen des Gebisses sollte immer wieder eingeübt werden, damit man bei einem Tierarztbesuch keine Probleme bekommt.
Der Bologneser ist, wie alle weißen Hündchen etwas pflegeintensiver.
Gründliches Bürsten und Kämmen des Haarkleides wird zweimal die
Woche empfohlen. Es ist besonders wichtig, die Kleinen schon im Welpen
Alter an das Kämmen zu gewöhnen, dann lernen sie es spielend,
stillzuhalten und werden die Pflege später genießen. Ein Schneiden des Hundes ist nicht notwendig,
aber man kann seinen Liebling trotzdem ein wenig stutzen. Dann hat man
weniger Arbeit bei der Fellpflege. Gekämmt wird mit einem grobzinkigen
Kamm. Gebadet wird der Kleine nur alle 4-6 Wochen.
Augenpflege
Die Pflege der Augen ist besonders wichtig, um hässliche Tränenspuren zu vermeiden. Ich empfehle eine tägliche Reinigung der Augen. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit der Augenpflege von Jan-Peau gemacht. Ich nehme einem Wattetupfer, den ich mit etwas Augenwasser tränke und reinige damit die Augen. Anschließend tupfe ich in jeden Augenwinkel ein wenig von der weißen Stain Free Creme, die dann die Tränenflecke unter den Augen sofort abdeckt und verhindert, dass sich erneut Tränenstein bildet. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Unsere Hunde haben fast keinen Tränenfluß und müßen nur ein bis zwei Mal die Woche die Augen gereinigt bekommen. Diese positive Eigenschaft vererbt sich auf die Welpen.
Ohrenpflege
Saubere Ohren tragen zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei. Deshalb sollten Sie die Ohren Ihres Hundes regelmäßig kontrollieren. Die Pflege der Ohren bestehen vor allem im Reinigen der Ohrmuschel, der Kontrolle des äußeren Gehörganges und dem gelegentlichen Entfernen von Haaren aus diesem. Am besten eignet sich dazu eine abgerundete Pinzette. Man fasst mit dieser, kleine Haarbüschelchen. Das Haar lässt sich im Allgemeinen gut herausziehen und bereitet dabei den Hunden keine Schmerzen. Bei starkem Kopfschütteln oder Kratzen des Ohres sollte man den Tierarzt aufsuchen.
Zahnpflege
Im Alter von 4-5 Wochen bekommt ein Welpe seine ersten Milchzähne.
Drei Monate später, werden die Milchzähne nach und nach durch die bleibenden Zähne ersetzt. Der Zahnwechsel ist im Alter von 6-7 Monaten abgeschlossen. Die meisten Hunde haben dann 42 Zähne.
Die Zahnpflege des Hundes ist wichtig, denn die mechanische Zahnpflege (Kauen und Zermahlen) erfolgt nur unzureichend, da Hunde die Nahrung schlucken und nicht zermahlen wie Pflanzenfresser. Somit mineralisieren die Zahnbelege, bis sich fester Zahnstein bildet, der meist mit einer Entzündung des Zahnfleisches einhergeht. Im schlimmsten Fall kann der gesamte Zahnhalteapparat betroffen sein. Dann lockern sich die Zähne und fallen aus.
Geben Sie ihrem Liebling regelmäßig spezielle enzymhaltige Kaustreifen oder Kauknochen Vorbeugungsmaßnahme gegen Zahnstein. Hierdurch wird die Zahnsteinbildung deutlich reduziert.
Lassen Sie im Rahmen der jährlichen Schutzimpfung die Zähne Ihres Tieres gleich mit kontrollieren, um Zahnerkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Ein guter Tierarzt wird bei jedem Tierarztbesuch auch den Zahnstein entfernen.
Krallenpflege
Da viele Hunde sich zu wenig bewegen und/oder vorwiegend weiche Böden zur Verfügung haben, nutzen sich die Krallen nur ungenügend ab. Ob die Krallen gekürzt werden müssen, lässt sich durch einen einfachen Test feststellen. Stellen Sie Ihren Hund auf festen Untergrund (Beton, Parkett, Fliesen...). Die Krallen sollten nun ganz knapp über dem Boden enden. Sobald sie den Boden berühren oder gar schon zur Seite drehen, ist es höchste Zeit, sie zu kürzen.
Die 5. Kralle, die an den Vorderpfoten innen, weiter oben wächst und die in Einzelfällen vorhandenen Wolfkrallen an den Hinterläufen können den Boden natürlich nicht erreichen. Wenn Sie zu lang werden und unbeachtet bleiben, bilden sie einen Kringel und wachsen schmerzhaft ins Fleisch ein. Diese Krallen müssen also regelmäßig gekürzt werden. Bei allen anderen Krallen hilft der Test bei der Beurteilung der nötigen Pflegemaßnahmen.
Gute Erfahrungen habe ich bei unseren Hunden mit Krallenzangen gemacht, die eine runde Aussparung haben und damit der Form der Kralle angepasst sind. Hier ist die Gefahr relativ gering, dass sich die Kralle durch den Schnitt schmerzhaft dreht, wie es passieren kann, wenn man normale Nagelzangen für den menschlichen Bedarf verwendet. Beim Hund mit viel Auslauf werden die Krallen sich auf natürliche Weise abnutzen und können so nicht zu lang werden.
Entwurmen
Es ist sehr wichtig, die Welpen in regelmäßigen Abständen zu entwurmen. Das erste Mal werden die Welpen im Alter von 2 Wochen entwurmt, bis zu einem Alter von 8- 12 Wochen wiederhole ich die Entwurmung alle 14 Tage. Auch danach sollte weiter regelmäßig entwurmt werden, gerade wenn Kinder im Haus sind. Einen erwachsenen Hund sollte man alle 6 Monate entwurmen. Die Welpen entwurme ich mit Banminth - Paste. Mit einem Jahr sollten Sie jedoch auf Entwurmungstabletten umsteigen, da diese einfacher zu handhaben sind und gegen mehr Wurmarten wirken. Ihr Tierarzt wird sie sicher dazu beraten, falls Sie noch Fragen haben.
Impfen
Meine Welpen sind bei der Abgabe an den neuen Besitzer mit 8-12 Wochen gegen Staupe, Leberentzündung, Leptospirose und Parvovirose geimpft. Mit 12 Wochen muss die Impfung wiederholt werden; nach weiteren 4 Wochen wird der Hund dann gegen Tollwut geimpft. Hat der Hund diese Impfungen erhalten, wird die Impfung jedes Jahr wiederholt. Vor der Impfung sollte der Hund 4 Wochen vorher entwurmt werden (siehe Entwurmung).
Pflegetipps gegen Ungeziefer im Hundefell
Flöhe, Zecken, Läuse und andere Parasiten, lieben leider das warme Hundefell. Selbst bei intensiver Pflege, wird man früher oder später, die Plagegeister im Hundefell entdecken. Ich benutze seit Jahren mit Erfolg Frontline. Alle 6 Wochen tropfe ich den Inhalt einer Pipette auf den Nacken meines Hundes und wir haben seit dem keine Flöhe, Zecken oder ähnliches Ungeziefer gehabt. Man kann es in der Apotheke in zwei verschiedenen Größen kaufen. (3 oder 6 Pipetten).
Zum guten Schluss ....
will ich noch einmal darauf hinweisen, dass der neue Besitzer nicht die Geduld verlieren oder gar grob einwirken darf, wenn sich ein junger Hund nicht gleich der angewandten Pflege fügt. Ein junger Hund will spielen oder versucht, in die Bürste zu beißen, was ihm natürlich nicht gestattet wird, denn er muss merken, dass er sich hier nicht durchsetzen darf. Die Pflege muss für ihn eine angenehme, sich täglich wiederholende Sache werden.