Der wohlerzogene Welpe

Sozialisierung des Welpen

Einen Welpen zu sozialisieren heißt, ihn an Menschen, Orte und Gegenstände zu gewöhnen. Jedes Mal, wenn Ihr Welpe etwas macht, was er noch nie zuvor getan hat, erwirbt er wertvolle Erfahrungen. Die Zeit zwischen der 7. und 16. Woche prägt einen jungen Hund, und er vergisst niemals, was er in diesen Wochen gelernt hat. Seine Erfahrungen, die Guten wie die Schlechten, prägen seine Persönlichkeit dauerhaft und in der Regel unwiderruflich. Sie machen Ihn zu einem zutraulichen oder scheuen, mutigen oder vorsichtigen, lernwilligen oder eigensinnigen Hund.

Ihr Welpe muss nun die Gelegenheit haben, sich mit der Umwelt im allgemeinen auseinander zusetzen. Er soll und wird selbstständig entscheiden, in welcher Umgebung er sich sicher fühlt, und er braucht Ihre stetige Führung und Sicherheit.

Das persönliche Umfeld

Wenn Sie Ihren Welpen zu Bekannten oder Freunden mitnehmen, lernt er sich in fremder Umgebung sicher zu fühlen. Auch auf Spaziergängen und beim Toben mit anderen Welpen macht er neue Erfahrungen.

Ihr Hund wird sich immer routinierter an tägliche, teilweise außergewöhnliche Situationen gewöhnen. Lassen Sie Ihren Hund Treppen steigen (aber bitte erst, wenn ihr Liebling mindestens 8. Monate alt ist), auf Gras, Schotter und Asphalt laufen, damit er auch diese Unterschiede kennen lernt.

Der Umgang mit seinen Ängsten und Nöten

Es gibt zwei grundsätzliche Regeln bei der Sozialisierung eines Welpen: Streicheln Sie Ihn nie, wenn er Angst hat, und loben Sie ihn immer, wenn er Mut beweist. Ein kleines Beispiel: Falls Ihr Kleiner Angst hat sich einer Sache oder einem Gegenstand zu nähern, lassen Sie Ihn dort, wo er sich befindet. Gehen Sie ohne Ihren Hund auf diesen Gegenstand zu. Behandeln Sie diesen Gegenstand wie eine Kostbarkeit, und laden Sie Ihren Hund ein, sich zu Ihnen zu gesellen. Dieses dürfte nicht schwer fallen.

Ihr Welpe wird sich jetzt höchst wahrscheinlich langsam anschleichen. Loben Sie Ihn aber erst, wenn er den Gegenstand zumindest mit der Nase berührt hat. Wiederholen Sie dieses regelmäßig, und Sie werden sehen, dass sich dieses Problem im Laufe der Zeit von selbst löst.

Ein geregelter Tageablauf

Ihr Hund sollte jeden Tag zur selben Zeit fressen, frisches Wasser bekommen und spazieren gehen. Wenn er all diese Dinge in aller Regelmäßigkeit tut, erleichtert es dieErziehung und Stubenreinheit.

Die Grundkommandos

Bestechung wirkt bei der Erziehung eines Welpen Wunder. Wenn Sie möchten, dass er sich hinsetzt, halten Sie Ihm einen kleinen Leckerbissen vor die Nase und sagen: Sitz! Dann heben Sie die Belohnung ein Stück höher und halten sie über seinem Hinterkopf. Wenn Ihr Hund den Leckerbissen nicht aus den Augen lässt, muss er den Kopf nach hinten neigen und sein Hinterteil senkt sich ganz von alleine auf den Boden. Geben Sie Ihm die Belohnung, wenn er sitzt, und loben Sie Ihn dann.

Beim Platz halten Sie ihm wieder ein Leckerchen vor die Nase, dann halten Sie die Hand auf den Boden und ziehen das Leckerchen dann nach hinten weg, so das der Welpen sich fast legt, um dem Leckerchen nach zu kommen, eventuell drücken Sie ihn ein wenig runter. Dabei sagen sie immer “ Platz “. Anschließend wieder kräftig loben.